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	<title>Nadjafidi's Weblog</title>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 17:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun neigt sich also meine IKT-Zeit dem Ende zu und auch ich möchte einige abschliessende Bemerkungen unter das &#8222;Volk&#8220; bringen. Der Gedanke daran, eine Art öffentliches Tagebuch zu führen und sich dabei über Gott und die Welt auslassen zu können ist schon famos &#8211; v.a. wenn die Beiträge gelesen werden und wildfremde Menschen Feedback geben. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=115&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun neigt sich also meine IKT-Zeit dem Ende zu und auch ich möchte einige abschliessende Bemerkungen unter das &#8222;Volk&#8220; bringen. Der Gedanke daran, eine Art öffentliches Tagebuch zu führen und sich dabei über Gott und die Welt auslassen zu können ist schon famos &#8211; v.a. wenn die Beiträge gelesen werden und wildfremde Menschen Feedback geben. Ja, vielleicht können dabei auch Freundschaften entstehen oder zumindest eine spannende und anregende Korrespondenz. Ich sehe Blogs allerdings weiterhin eher als eine Art interessantes Spielzeug für Leute mit Zeit. Und wer schriftstellerische Ambitionen hat  kann darauf hoffen, irgendwann einmal &#8222;entdeckt&#8220; zu werden, wie im Fall der <a href="http://caissierenofutur.over-blog.com/">französischen Kassiererin</a>, und den Blog zwischen zwei Buchdeckeln im Regal wiederzufinden.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignleft" src="http://idata.over-blog.com/1/40/34/11/anna_sam.jpg" alt="" width="136" height="204" /></p>
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<p style="margin-bottom:0;">Hat das Bloggen aber dazu geführt, aus mir einen besseren Lehrer zu machen? Das wage ich zu bezweifeln. Im Gegenteil: Ein Kurs in &#8222;classroom management&#8220; oder &#8222;pädagogischer Diagnostik&#8220;  wäre aus meiner Sicht praxisbezogener gewesen. Sollen doch all&#8217; diejenigen unter meinen <a href="http://marriluz.wordpress.com/2009/06/20/schlussreflexion/">Kollegen</a>, die der Ansicht sind, IKT bringe einen Mehrwert für ihren Unterricht das IKT Modul optional belegen; aber allen anderen &#8211; und das sind einige &#8211; möge eine Alternative geboten werden. IKT gehört &#8211; anders als Didaktik oder Erziehungswissenschaft &#8211; für einen Lehrer nicht zu den Berufswissenschaften. Warum ihn also dazu verpflichten? Aus meiner Sicht völlig kontraproduktiv, denn gerade im Bereich &#8222;Technologie&#8220; gehört neben Deutungswissen auch handfestes Handlungswissen zum nötigen Instrumentarium und wer darüber nicht verfügt, wird eher Frust ansammeln als &#8222;Lust auf mehr&#8220;. Das pseudo-konstruktivistische Konzept eines &#8222;fading out&#8220; der Lehrperson im Rahmen eines &#8222;cognitive apprenticeship&#8220; greift hier nicht, wenn der Schüler/Student kaum über das nötige &#8222;know-how&#8220; verfügt. Stattdessen wäre ein klassisches Instruktionsdesign angebracht, um zunächst Wissen aufzubauen. Rallyes, Web Quests, Hot Potatos oder was auch immer kurz demonstrieren, Tips und Tricks inklusive, und dann die Studenten auf &#8222;Entdeckungstour&#8220; schicken &#8211; so hätte ich mir das gewünscht. Dies wäre zumindest in zeitlicher Hinsicht auch ökonomischer und wesentlich weniger &#8222;labilisierend&#8220; gewesen &#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/115/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=115&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 07:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Titel &#8222;Das Netz als Feind&#8220; wurde kürzlich in der Zeit eine Debatt über Chancen und Gefahren des Internets geführt. Auslöser war eine Initiative der deutschen Bildungsministerin von der Leyen, Bilder mit kinderpornographischen Inhalt im Netz sperren zu lassen sowie eine entsprechende Gegeninitiative, die 100 000 (sic!) Stimmen gegen diese Initiative zusammengebracht hat. Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=106&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Unter dem Titel &#8222;Das Netz als Feind&#8220; wurde kürzlich in der Zeit eine Debatt über Chancen und Gefahren des Internets geführt. Auslöser war eine Initiative der deutschen Bildungsministerin von der Leyen, Bilder mit kinderpornographischen Inhalt im Netz sperren zu lassen sowie eine entsprechende Gegeninitiative, die 100 000 (sic!) Stimmen gegen diese Initiative zusammengebracht hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Das Hauptargument der Gegener von der Leyens lautet auf  &#8222;Zensur&#8220; und &#8222;chinesische Verhältnisse&#8220;. Ein Totschlagargument, wie ich meine. Wer ist schon für Zensur? Nur, wer ist &#8222;für&#8220; die restriktionslose Verbreitung von Kinderpornographie im Internet?</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Diese Fragen sind &#8211; wie ich meine &#8211; falsch gestellt, da sie darauf abzielen den vermeintlichen politischen &#8222;Gegner&#8220; zu diffamieren, statt konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Da ist gar von einem neuen Kulturkampf die Rede, in Anlehnung an Huntington von einem &#8222;Clash&#8220; von analoger und digitaler Zivilisation.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Allerdings ist es eine Überlegung wert, inwieweit das Internet ein rechtsfreier Raum ist bzw. bleiben soll. Gibt es im Internet so etwas wie einen Schutz der Persönlichkeit oder geistigen Eigentums? Was ist beispielsweise von &#8222;Cybermobbing&#8220; zu halten, bei dem Lehrer im Netz von anonymen bleibenden Schülern niedergemacht werden? Soll das unterbunden werden und wenn ja, wie sieht es mit dem Recht auf freier Meinungsäusserung aus? Der Feuilleton-Chef der “Zeit”,  Jens Jessen, fordert in diesem Zusammenhang ein <a href="http://www.zeit.de/video/player?videoID=2009052981ebae">&#8222;Ende der Anonymität&#8220;</a> im Internet.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Ich halte es persönlich mit dem Zeit-Journalisten Heinrich Wefing:</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;"><a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze">&#8222;Das Recht gilt, offline wie online.&#8220;</a></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">Die Frage ist nur, wie es sich (technisch) im Internet durchsetzen lässt? Natürlich gilt in diesem Zusammenhang mein Augenmerk dem Lern- und Lebensraum Schule. Wenn es eine Tatsache ist, das die digitale Revolution in den Klassenzimmern Einzug gehalten hat und dazu führt, dass ernsthaft darüber diskutiert wird, Lehrer zu &#8222;virtualisieren&#8220; oder Schulbücher abzuschaffen (siehe hierzu auch den Blogeintrag von <a href="http://marriluz.wordpress.com/2009/06/15/schwarzenegger-schafft-schulbucher-ab/">Marriluz</a>)<span style="text-decoration:none;"><span style="font-weight:normal;">, um sie durch Online-Äquivalente zu ersetzen, dann müssen wir uns auch Gedanken darüber machen, wie wir diese omnipräsente binäre Welt gestalten wollen. Hierbei geht es nicht um Zensur oder Beschneidung bürgerlicher Grundrechte auf Meinungsfreiheit, sondern um Regeln des Miteinanders, welche überall dort gelten sollten, wo Menschen aufeinander treffen, sei es nun reell oder virtuell. Nehmen wir unseren Bildungsauftrag als Lehrer ernst, so erstreckt sich dieser nicht auf die blosse Vermittlung anwendungsfähigen Wissens (Medienkompetenz), sondern auch auf den Erwerb von Wertorientierungen, persönlicher, sozialer </span></span><em><span style="text-decoration:none;"><span style="font-weight:normal;">und</span></span></em><span style="text-decoration:none;"><span style="font-weight:normal;"> demokratischer Art. Hierzu gehört freilich die Debatte, was ins Internet gehört und was nicht. Schüler dürfen nicht den Eindruck vermittelt bekommen, dass es in unserer Gesellschaft rechtsfreie Räume gebe. Wer zur Internetkriminalität schweigt, um nicht als demokratie- und/oder technologiefeindlich abgestempelt zu werden, stimmt zu &#8230; und erweist der Demokratie einen Bärendienst.</span></span> Ähnlich sieht dies der Medienwissenschaftlers <a href="http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/">Jan Krone</a>, aus dessen Blog ich zum Schluss zitieren möchte:</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;"><em>Das Credo „</em><strong><em>im Internet darf jeder, was er will</em></strong><em>“ stellt zur regulatorischen Entwicklung anderer Verbreitungskanäle von Informationen wie Fernsehen oder Radio eine vergleichsweise lange Epoche dar; die jetzt ihrem unaufhaltsamen Ende entgegenschreitet. </em></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;text-decoration:none;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/106/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=106&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Moment wird in der Zeit eine Debatte um den &#8222;rechtsfreien Raum&#8220; Internet geführt. http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle In einem Artickel mit der Überschrift &#8222;Das Netz als Feind&#8220; polemisiert der Autor gegen das Internet indem er ihm u.a. vorwirft, das Austerben der Spezies &#8222;homo intellectualis&#8220; zu fördern. Wenngleich ich dem Internet gegenüber kritisch eingestellt bin, habe ich den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=103&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Im Moment wird in der Zeit eine Debatte um den &#8222;rechtsfreien Raum&#8220; Internet geführt.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><a href="http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle"> http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle</a></p>
<p style="margin-bottom:0;">In einem Artickel mit der Überschrift &#8222;Das Netz als Feind&#8220; polemisiert der Autor gegen das Internet indem er ihm u.a. vorwirft, das Austerben der Spezies &#8222;homo intellectualis&#8220; zu fördern.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wenngleich ich dem Internet gegenüber kritisch eingestellt bin, habe ich den Eindruck, dass sich hier ein Überlebender der Art sowohl im Ton als auch in der Wortwahl vergreift.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zunächst fällt der frappant an nationalsozialistische Termini erinnernde Ausdruck auf:</p>
<p style="margin-bottom:0;">Da ist von Hetze gegen Intellektuelle die Rede, von der Volksgemeinschaft und von Schmarotzern.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Habe ich mich in der Zeitung geirrt? Bin ich auf den Seiten des &#8222;Nationalanzeigers&#8220; gelandet oder versucht hier ein zweitklassiger Autor geschmacklose Metaphorik als Ironie zu verkaufen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Lassen wir doch bitte die &#8222;Volksgemeinschaft&#8220; in der Mottenkiste der Geschichte und wenden wir uns Tatsachen zu.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich sehe den &#8222;Intellektuellen&#8220; &#8211; so es ihn denn als Typus in seiner Reinform überhaupt gibt &#8211; durch das Internet weder verfolgt noch in seiner Existenz gefährdet. Arroganz und elitärer Standesdünkel sorgen allerdings nicht gerade dafür, ihn unter seinen Mitmenschen beliebt zu machen, unabhängig davon, ob sie denn nun das Internet nutzen oder nicht.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://tbn3.google.com/images?q=tbn:q4j3MgV4OtJiEM:http://www.brainworker.ch/Wissen/Grumpy.jpg" alt="" width="108" height="70" /></p>
<p style="margin-bottom:0;">Was bitte ist gegen &#8222;Laienkultur&#8220; einzuwenden? Wortgeschichtlich betrachtet ist der Laie eine Person, die dem &#8222;Volk&#8220; bzw. der &#8222;Menge&#8220; zuzurechnen ist. Wenn diese sich Gedanken über den Afghanistankonflikt macht oder Gedichte schreibt, ist das zu begrüssen, denn, in Abwandlung des Heiner Müller-Zitates, 10 Deutsche, die sich geistig betätigen &#8211; unabhängig auf welchem Niveau und mittels welchen Mediums &#8211; sind besser als fünf Deutsche die sich geistig betätigen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Worum geht es in dieser Debatte eigentlich? Wer um seine Alleinstellung als Autor fürchtet, solle sich auf seine Qualitäten als Schriftsteller besinnen, statt gegen die Konkurrenz des WWW zu Felde zu ziehen. Konkurrenz belebt schliesslich das Geschäft. Und wer um seine Pfründe fürchtet, mag sich daran erinnern, dass jeder der einen bestimmten Beruf wählt auch das mit diesem verbundene Berufsrisiko wählt und dieses ist nun einmal im Falle des geistig Tätigen das Plagiat.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/103/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=103&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/25/der-kulturpessimist-9/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 09:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nadjafidi.wordpress.com/?p=98</guid>
		<description><![CDATA[Bezüglich meiner &#8222;Generalisierung&#8220; hinsichtlich der Zementierung von Bildungsunterschieden bin ich zumindest nicht in schlechter Gesellschaft. So schreibt Maja Graf unter dem Stichpunkt Technologie-Gap: Nicht alle potenziellen Teilnehmenden haben Zugang zu PC und Internet, nicht alle könneneinigermassen geübt mit der neuen Technologie umgehen. Es besteht die Gefahr einer weiteren Polarisierung in &#8216;Viel-Lernende&#8217; und &#8216;Bildungs-Abstinente&#8217;&#8220;. (Graf, S. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=98&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Bezüglich meiner &#8222;Generalisierung&#8220; hinsichtlich der Zementierung von Bildungsunterschieden bin ich zumindest nicht in schlechter Gesellschaft. So schreibt Maja Graf unter dem Stichpunkt <em>Technologie-Gap:</em></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><em> </em><span style="font-style:normal;">Nicht alle potenziellen Teilnehmenden haben Zugang zu PC und Internet, nicht alle 	könneneinigermassen geübt mit der neuen Technologie umgehen. Es besteht die 	Gefahr einer weiteren Polarisierung in &#8216;Viel-Lernende&#8217; und &#8216;Bildungs-Abstinente&#8217;&#8220;. 	(Graf, S. 161)</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Die Wahrscheinlichkeit besagte &#8222;Viel-Lernende&#8220; unter Hartz-IV Empfängern und &#8222;Bildungs-Abstinente&#8220; im blasierten Bürgertum zu finden, ist zumindest gering.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Wie komme ich nun aber zu meiner &#8222;undifferenzierten Behauptung&#8220; ? Ich spreche wiederum aus Erfahrung und habe es nicht nötig nach &#8222;Afrika&#8220; zu schauen, um Beispiele anzuführen, die mit dem Wissens- und Erfahrungshintergrund eines durchschnittlich gebildeten und  herkömmlich sozialisierten Mitteleuropäers nicht nachvollziehbar sind. Nein, das Beispiel findet sich vor der Haustür, in der eigenen Familie:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Meine jüngste Tochter kommt von der Grundschule nach Hause und berichtet, dass die Klasse von der Lehrerin den Arbeitsauftrag bekommen habe, eine Internetrecherche zu machen &#8211; und zwar für den nächsten Tag.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Nun hat meine Tochter allerdings keinen eigenen, ungehinderten Zugang zum WWW, da wir uns diesen auf Grund fortdauernder Arbeitslosigkeit bislang nicht leisten konnten. Die Schule selbst stellt keine Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Es gibt auch keinen Nachbarn, wo sie diese Aufgabe am Computer hätte erledigen können und zum Zeitpunkt ihres Nachhausekommen war die Stadtbibliothek bereits geschlossen (abgesehn von dem Aufwand, den es für ein 8-jähriges Kind bedeutet hätte, nach der Schule, am späten Nachmittag vom Dorf nochmals in die Stadt zu fahren). Konsequenz? Sie konnte den Arbeitsauftrag nicht erfüllen und wurde gegenüber denjenigen Klassenkameraden in den Nachteil gesetzt, für die nicht nur der Netzzugang, sondern darüberhinaus auch noch der &#8222;PC im Kinderzimmer&#8220; zum Strandard gehören. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Nun rechne ich mich nicht gerade sog. bildungsfernen Schichten zu. Aus diesen rekrutieren sich jedoch hauptsächlich in Deutschland die meisten Harzt-IV Empfänger.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Indem ich als Lehrer den Umgang mit dem PC in meinem Unterricht als selbstverständlich ansehe und entsprechend fördere und fordere, benachteilige ich all diejenigen unter meinen Schülern, denen die ökonomischen und sozio-kulturellen Voraussetzungen fehlen, um &#8222;mithalten&#8220; zu können. Ein solches Vorgehen empfinde ich als unsozial und unpädagogisch. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Für einen Sinn-<em>vollen</em> Umgang mit dem Arbeitsinstrument PC/Internet möchte ich deshalb folgende Voraussetzungen postulieren:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">die 	Schüler haben in der Schule einen Internetzugang</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">die 	Einstellungen des Browers erfolgen derart, dass nur Suchmaschinen 	und &#8222;Wissens-Seiten&#8220; angesteuert werden können</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">die 	Schüler lernen zwischen Daten, Informationen und Wissen zu 	unterscheiden</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">sie 	sind in der Lage Quellen kritisch zu prüfen, zu bewerten und 	entsprechend auszuwählen</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">die 	Schüler können im Einzelfall kompetent entscheiden, welchen 	Vorteil im konkreten Fall der PC gegenüber herkömmlichen 	Wissenskanälen bietet (Lehrer, Printmedien, Museumsbesuch etc.)</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">der 	Einsatz neuer Medien erfolgt dosiert und &#8222;punkt&#8220;-genau</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">ein 	&#8222;technologisches&#8220; Propädeutikum vermittelt die nötige 	Medienkompetenz, damit  effizientes, zeitökonomisches Arbeiten am 	PC ermöglicht wird, denn:</span></p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> &#8222;Vor allem zu Beginn überlagert der Kampf mit der Technik häufig die inhaltliche 	Auseinandersetzung und behindert (oder verhindert) das eigentliche Lernen.&#8220;(Graf, 	S. 96)</span></p>
<ul>
<p style="margin-bottom:0;">
</ul>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Die angeführte Liste ist lang und müsste &#8211; bei genauer Betrachtung &#8211;  wohl noch um einige Punkte erweitert werden. Kritiker könnten einwenden, hier würden unnötig Barrieren aufgebaut, &#8222;Spiel&#8220; verhindert und Frust gefördert. Ausserdem kämen diese Leitlinien ja fast einer Zensur gleich &#8230; Genau! Wenn Film- und Spieleanbieter sich einer freiwilligen Selbstkontrolle unterziehen und Altersempfehlungen ausgeben, wenn Pornographie- und Gewaltdarstellungen erst jungen Erwachsenen ab 18 Jahren zugänglich gemacht wird, was ist das anderes als Zensur? Allerdings in einem wohlmeinenden, schützenden Sinne. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Für den Gebrauch des Internets im Lernumfeld Schule muss es klar definierte Regeln geben.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Darüberhinaus müssen &#8222;Einstiegs-&#8220; Voraussetzungen definiert werden. Ein achtjähriges Kind ist noch nicht in der Lage zwischen Daten, Informationen und relevantem Wissen zu unterscheiden und kann infolgedessen weder zielgerichtet noch effizient mit dem Medium arbeiten. Ein gutes Jugendlexikon vermag hier pädagogisch mehr zu leisten. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Kinder bereits in frühestem Alter an den Computer heranführen zu wollen, käme in etwa dem gleich, ein Kind ans Steuer zu setzen, bevor es Laufen gelernt hat. Lassen wir die Kinder doch zunächst den Umgang mit den fundamentalen Kuturtechniken </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><em>lesen und schreiben </em></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-style:normal;">einüben, bevor wir sie &#8222;vernetzen&#8220;, in dem Glauben ihnen etwas Gutes zu tun.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:center;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-style:normal;"><br />
</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/98/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/98/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=98&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/22/der-kulturpessimist-8/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 12:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Erpenbeck/Sauter wird der &#8222;globale Konkurrenzkampf der Zukunft als Kompetenzkampf ausgetragen&#8220; (S. 131). Weiter unten ist dann noch von &#8222;Revolution&#8220; (S. 132), von den &#8222;Massen&#8220; (S. 134) und von der &#8222;Bereitschaft Risiken einzugehen&#8220; (S. 160) die Rede. Mich stört diese Kriegsmetaphorik. Sie ist nicht unbedingt origenell und fördert eine Denkhaltung, welche dem Lernen abträglich ist. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=80&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
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<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Laut Erpenbeck/Sauter wird der &#8222;globale Konkurrenzkampf der Zukunft als Kompetenzkampf ausgetragen&#8220; (S. 131). Weiter unten ist dann noch von &#8222;Revolution&#8220; (S. 132), von den &#8222;Massen&#8220; (S. 134) und von der &#8222;Bereitschaft Risiken einzugehen&#8220; (S. 160) die Rede. Mich stört diese Kriegsmetaphorik. Sie ist nicht unbedingt origenell und fördert eine Denkhaltung, welche dem Lernen abträglich ist. Wo Krieg herrscht, wird gekämpft und da sind auch Tote nicht weit. Metaphorisch gesprochen, versteht sich! In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals ein vielbemühtes Gleichnis zitieren <a href="http://www.orbit9.de/wissen/weltdorf.php">(weltdorf.php)</a>:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Wenn wir die ganze <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbev%C3%B6lkerung" target="_blank">Menschheit</a> auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:</span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">60 Asiaten</span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">14 Afrikaner<br />
11 Europäer<br />
14 Amerikaner (Nord u. Süd)<br />
1 Ozeanier </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse<br />
70 wären Analphabeten<br />
50 wären unterernährt<br />
1 würde sterben<br />
2 würden geboren<br />
1 hätte einen PC<br />
1 hätte einen akademischen Abschluss </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Du, der Du diesen Text liest, bist Du doppelt gesegnet worden &#8211; denn:</span></p>
<p>1. Du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.</p>
<p>2. Du hast einen PC!</p>
<p align="center">
<p align="center">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Also stellt sich die Frage, wer denn nun die Opfer dieses von Erpenbeck/Sauter beobachteten &#8222;Kampfes&#8220; sind? Antwort: </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">All&#8217; diejenigen, die keinen oder einen stark eingeschränkten Zugang zur Bildung haben. Von den technischen Voraussetzungen einmal abgesehen. Es ist ein Denkfehler, der uns ökonomisch und sozial teuer zu stehen kommen wird, wenn wir in unseren bildungsstrategischen Überlegungen von der Gleichung &#8222;Mitteleuropa = Welt&#8220; ausgehen. Wie ich bereits in einem früheren Blog ausführte <a href="http://nadjafidi.wordpress.com/2009/04/07/der-kulturpessimist-3/">(der-kulturpessimist-3)</a>, gab es vor Jahren Politiker die phantasierten, ein Internetzugang würde Bildung auch unter den Ärmsten der Armen verbreiten und das Licht der Aufklärung noch in die bescheidenste Hütte tragen. Bitteschön, das Gegenteil ist der Fall. Das Internet macht nicht die Ware &#8222;Bildung&#8220; für alle gleich erschwinglich, indem sie den Zugang zum Wissen demokratisiert, sondern zementiert Hierarchien, ja, trägt dazu bei, bestehende Bildungsunterschiede noch zu vergrössern. Wenn Erpenbeck/Sauter also von der &#8222;Weisheit der Massen&#8220; sprechen, welche Massen sind dann damit gemeint? Etwa diejenigen, der gut ausgebildeten, europäischen Akademiker mit Netzzugang? Wie das &#8222;Welt-Dorf&#8220;-Beispiel anschaulich belegt, handelt es sich hier allerdings nicht um <em><span style="font-weight:normal;">Massen</span></em>, sondern um eine wohldefinierte <span style="font-style:normal;"><strong>Minderheit</strong></span>!</span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/80/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/80/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=80&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/21/der-kulturpessimist-7/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 13:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist der öffentliche Diskurs? Meiner Ansicht nach gibt es nicht einen öffentlichen Diskurs, sondern mehrere und zwar mindestens genauso viele, wie es soziale Gruppen gibt. Einer dieser Diskurse ist derjenige, der im Internet anzutreffen ist. Es ist der Diskurs der uneingeschränkten, fortschrittsgläubigen Allmacht des Internetianers, der nur eines Zuganges zum Netz bedarf, um seine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=79&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Was ist der öffentliche Diskurs? Meiner Ansicht nach gibt es nicht einen öffentlichen Diskurs, sondern mehrere und zwar mindestens genauso viele, wie es soziale Gruppen gibt. Einer dieser Diskurse ist derjenige, der im Internet anzutreffen ist. Es ist der Diskurs der uneingeschränkten, fortschrittsgläubigen Allmacht des Internetianers, der nur eines Zuganges zum Netz bedarf, um seine Phantasien ausleben zu können.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Frage lautet also, wie hilft das Internet <em>mir</em> dabei, ein besserer Lehrer zu werden, und wie hilft es dem Kind dabei besser zu lernen?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Da war z.B. von Netzsensibilität die Rede. Was meinen Erpenbeck/Sauter dazu?</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8222;Insbesondere werden im Regelfall keine Kompetenzen zur selbstorganisierten und eigenmotivierten Nutzung des Internets für die Schule und damit für das spätere Berufsleben vermittelt. (Erpenbeck/Sauter S. 161)</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Wozu müssen wir in der Schule wertvolle Lern-Zeit darauf verwenden, die Kinder mit einer Technologie umgehen zu lassen, die sie im Normalfall täglich handhaben? Die Eigenmotivation ist in diesem Fall so gross, dass sie eher gebremst werden sollte, als dass sie zusätzlicher Förderung und Stimulierung bedarf.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">Und wie ist es um die Medienkompetenz bestellt?</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8222;Gerade als Instrumente selbstorganisierten Lernens erqweisen die neuen und neuesten Medien ihre Stärke bei der Beförderung der menschlichen Handlungskompetenz.&#8220; (S. 99)</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Vorstellung, dass im Umgang mit den neuen Medien Medienkompetenz gefördert wird, teile ich nicht. Hier kann ich wiederum auf eigene Erfahrungen verweisen. Ich habe drei Jahre lang täglich ca. 10 Stunden vor dem PC sitzen müssen. Meine Medienkompetenz wurde dadurch kaum geschult oder gefördert, was ich jetzt wiederholt im Modul IKT leidvoll erfahren muss. Gefördert wurde dahingegen meine Expertise in einem extremen Nischenbereich von ERP-Systemen. Dieses Wissen, welches ich damals in mühevoller harter Arbeit erringen musste, ist mittlerweile komplett überholt und veraltet. Im Alltag ist es für mich nutzlos und der Beitrag zu meiner Bildung ist gleich Null. Sowohl im menschlichen Bereich als auch hinsichtlich allgemeiner Kenntnisse. Würde ich all die schönen Stunden darauf verwendet haben, eine zusätzliche Fremdsprache zu erlernen, z.B. Italienisch, so hätte ich mir einen unwiderruflichen Bildungsschatz erworben, der mir seinerseits wiederum den Zugang zu anderen Bildungsgütern ermöglicht hätte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich sage aber nicht, dass PC-Arbeit nutzlos ist. Ich kann mir auch gewinnbringende Computerarbeit vorstellen,  z. B. überall dort, wo es um die Herausforderung geht, Inhalte medial aufzubereiten. Vielleicht, um andere Medien zu unterstützen oder zu ergänzen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Worauf ich hinaus möchte ist folgendes: Nicht die Beschäftigung mit dem Medium an sich bringt bereits die &#8222;Kompetenz&#8220;. Nein, es muss ein zielgerichteter, zeitlich begrenzter Umgang mit dem PC sein, der von vornherein klarstellt, &#8222;dass es jetzt nicht darum geht, sich zu unterhalten&#8220;, sondern dass &#8222;Lern-Arbeit&#8220; angesagt ist. Hierzu möchte ich gerne Reimann zitieren:</p>
<p style="margin-bottom:0;">&#8222;&#8230; das Internet liefert selbst keine Hilfe dabei, Informationen zu verarbeiten, in das eigene 	Wissen einzugliedern oder anzuwenden. (Reinmann, S. 208)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nicht <em>mehr </em>Informationen sind also nötig, sondern &#8222;Kompetenzen&#8220;, diese zu verarbeiten, bzw. zu unterscheiden, welche Daten relevant sind und welche nicht. Wie dies gelingen kann, zeigt immer noch der Lehrer auf und nicht der Computer, weshalb letzterem aus meiner Sicht nur ein sehr marginaler Platz im Schulalltag eingeräumt werden sollte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/79/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/79/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=79&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/17/der-kulturpessimist-6/</link>
		<comments>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/17/der-kulturpessimist-6/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 May 2009 15:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kompendium von Erpenbeck / Sauter erweist sich als schwerverständliches Sammelsurium von wissenschaftlichen Thesen, Hypothesen der Autoren sowie Fremdwort-&#8220;elaboraten&#8220;, welche ich als &#8222;Nebelbomben&#8220; bezeichnen möchte. Was hat sich der Leser z.B. unter folgendem Satz vorzustellen? &#8222;Erst im Social-Software-Kontakt werden im Medium selbst kompetenzgenerierende und kompetenzdistribuierende Möglichkeiten geschaffen &#8230;&#8220; (S. 166) Geht das auch auf Deutsch? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=75&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Das Kompendium von Erpenbeck / Sauter erweist sich als schwerverständliches Sammelsurium von wissenschaftlichen Thesen, Hypothesen der Autoren sowie Fremdwort-&#8220;elaboraten&#8220;, welche ich als &#8222;Nebelbomben&#8220; bezeichnen möchte. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Was hat sich der Leser z.B. unter folgendem Satz vorzustellen?</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> &#8222;Erst im Social-Software-Kontakt werden im Medium selbst  	kompetenzgenerierende und kompetenzdistribuierende 	Möglichkeiten 	geschaffen &#8230;&#8220; (S. 166)</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Geht das auch auf Deutsch? Oder würde das dann nicht wissenschaftlich genug klingen? </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> &#8222;Erst in der Bearbeitung von rechnergestützten gemeinschaftsfördernden 	Aufgaben werden Fertigkeiten geschaffen und verbreitet.&#8220;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Was bedeutet das jetzt? Vielleicht wird der Sinn des Satzes klarer, wenn ich ihn umstelle:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> Indem ich im Medium &#8211; hier: Computer/Internet &#8211; mit &#8222;sozialer&#8220; Software in 	Berührung komme, schaffe ich die Möglichkeit zur Schaffung  (&#8222;Generierung&#8220;) von Kompetenzen &#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Mal abgesehen davon, dass es sich beim &#8222;schaffen der Schaffung&#8220; um eine nichtssagende Tautologie im Stile der &#8222;neuen Renovierung&#8220; handelt, möchte ich wissen, was ich unter &#8222;sozialer&#8220; Software zu verstehen habe. Hierauf gibt der Autor auf Seite 144 eine bestechende Antwort: &#8222;Social Software ist Kompetenzlernsoftware&#8220;. Aha! Jetzt weiss ich Bescheid. Kehren wir also zu unserem Ausgangssatz zurück, dann erhalten wir folgendes Ergebnis:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> &#8222;Erst durch Kompetenzlernsoftware werden im Medium selbst  	kompetenzgenerierende und kompetenzdistribuierende Möglichkeiten 	geschaffen &#8230;&#8220; (S. 166)</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">In vulgo:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> Indem ich im Internet mit Software zur Erlernung von 	Kompetenzen in Berührung 	komme, schaffe ich die Möglichkeit zur Schaffung  von Kompetenzen &#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Da ich spätestens seit Bloom weiss, dass Wissenstransfer auf einer hohen taxonomischen Ebene angesiedelt ist, bin ich nicht faul und übertrage sogleich die neue Erkenntnis auf mein Fach:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> Durch das Angebot einer Französischlern-Software im Internet schaffe ich beim 	Lerner die Möglichkeit für das Erlernen der französischen Sprache.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Oder, noch einfacher: </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> Wenn der Lerner im Internet Französisch lernt, kann er Französisch lernen!</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Phänomenal! Das hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Der Einsatz von 20 Stunden Lebenszeit, um mir den hermetischen Sprachstil der geschätzten Wissenschaftsphilosophen Erpenbeck/Sauter zu erschliessen, hat sich gelohnt.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Habe ich nun Wortklauberei betrieben? Das kommt darauf an. Wenn ich der Leser der Überzeugung ist, dass Reflexivität und soziale Kompetenz <strong>sinn</strong>-voller im Internet er-<strong>lernt</strong> und er-<strong>lebt</strong> werden kann, als Beispielsweise durch Gedichtanalyse und Textinterpretation, dann sicherlich ja. Wenn ich aber vom Detail zum Allgemeinen gehe und &#8211; ähnlich der Frage, die Sokrates an die Sophisten stellte &#8211; nun wissen möchte, worin ich eigentlich &#8222;besser&#8220; werde, wenn ich Erpenbeck/Sauter lese, dann nein.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Dass Titel der Autoren und Renomee des Verlages kein Garant für Erkenntnis sein müssen, zeigt folgende Begebenheit:</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="aligncenter" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GAT28M5BL._SS500_.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Bricmont/Socal (Impostures intellectuelles, Paris 1997) haben, um den Scharlatanismus in den Wissenschaften anzuprangern, einen Artikel voller Absurditäten unter dem Titel: </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> &#8222;Zu einer  transformativen Hermeneutik der Quantengravitation&#8220; </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">in der amerikanischen Zeitschrift &#8222;Social Text&#8220; platzieren können.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sokal-Aff%C3%A4re">Sokal-Aff%C3%A4re</a><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ein akademischer Titel und ein paar sprachliche Nebelbomben &#8211; mehr braucht es oft gar nicht, um Menschen &#8222;hinter das Licht&#8220; zu führen.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/75/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=75&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>

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	</item>
		<item>
		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/04/der-kulturpessimist-5/</link>
		<comments>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/05/04/der-kulturpessimist-5/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 May 2009 15:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist an einem Pessimisten eigentlich schlechtes? Wie die Katastrophen des 20. Jahrhunderts gezeigt haben, wäre die Welt um ein Haar an den Optimisten der Technikgläubigkeit zugrunde gegangen und nicht umgekehrt. Um zu einer differenzierten Meinung zu gelangen bedarf es des Kritikers genauso wie des Träumers. Natürlich wäre es schön, mittels Internet und Web 2.0 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=66&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Was ist an einem Pessimisten eigentlich schlechtes? Wie die Katastrophen des 20. Jahrhunderts gezeigt haben, wäre die Welt um ein Haar an den Optimisten der Technikgläubigkeit zugrunde gegangen und nicht umgekehrt. Um zu einer differenzierten Meinung zu gelangen bedarf es des Kritikers genauso wie des Träumers. Natürlich wäre es schön, mittels Internet und Web 2.0 Wissen in bildungsferne Schichten zu tragen und somit zu demokratisieren, oder lernen lebendiger zu gestalten, oder, oder, oder &#8230; Die Realität sieht leider anders aus. Sowohl unter Kommilitonen, als auch unter Schülern oder Arbeitskollegen habe ich beobachtet, dass das Werkzeug &#8222;PC&#8220; zu einem erheblichen Teil dem Surfen, Chatten und Spielen ohne erkennbar produktivem Nutzen dient. Es ist sicher kein Zufall, wenn &#8211; zumindest in Deutschland &#8211; landauf, landab Firmen gezielt dem &#8222;Surfen&#8220; während der Arbeitszeit durch Androhung von Sanktionen einen Riegel vorzuschieben versuchen und Schulen den Zugang zum Internet strikt kontrollieren, um Missbrauch vorzubeugen.  Was die virtuelle Universität anbelangt, so steht hier Erfahrung gegen Erfahrung.  Im Hinblick auf mein manichäistisch-fundamentalistisches Technikphobie-Dogma, möchte ich aus einem früheren BLOG zitieren (<a href="http://nadjafidi.wordpress.com/2009/03/10/kulturpessimismus/">kulturpessimismus</a>) :</p></blockquote>
<ul>
<li>&#8222;Die Verbannung des Computers aus dem Klassenzimmer? &#8211; Diese Debatten werden sehr polemisch geführt und sind meine Sache nicht. &#8222;</li>
<li>&#8222;Als Werkzeug, in Maßen eingesetzt, können die neuen Medien ein Zuwachs an Effizienz im Bildungsbetrieb bringen.&#8220;</li>
<li>&#8222;&#8230;mag eine Informatik-AG oder ein Schulfach IKT das bestehende Bildungsangebot ergänzen.&#8220;</li>
</ul>
<p>Um nun den Dogmatismus &#8211; Gehalt meiner &#8222;kulturpessimistischen&#8220; Beiträge zu überprüfen, schlage ich eine Permutationsübung vor: Könnte ein fundamentalistischer Umweltschützer beispielsweise folgende Sätz äussern:</p>
<ul>
<li> &#8222;Die Verbannung des Kernkraftwerks aus der Energielandschaft?&#8220; &#8211; Diese Debatten werden sehr polemisch geführt und sind meine Sache nicht.</li>
<li>&#8222;Als Transportmittel, in Maßen eingesetzt, können Autos ein Zuwachs an Effizienz im Verkehr bringen.&#8220;</li>
</ul>
<p>Oder lässt sich ein Taliban denken, der feststellt, dass &#8222;&#8230; ein Schulfach christliche Religionslehre das bestehende Bildungsangebot zu ergänzen&#8220;  vermag ?</p>
<p>Klingt komisch, oder?  Das Adjektiv &#8222;fundamentalistisch&#8220; ist spätestens seit dem 11. September 2001 im öffentlichen Diskurs stigmatisiert. Es im Zusammenhang mit Menschen zu gebrauchen, die sich gegenüber neuen Technologien kritisch äussern, stellt diese in ein zweifelhaftes Licht und bezweifelt deren moralische und intellektuelle Integrität. Es stellt sich die Frage, ob der Autor dies beabsichtigt?!</p>
<p>Also, ist der &#8222;Kulturpessimist&#8220; nun doch nur ein Höhlenmensch, mit dem sich nicht zivilisiert diskutieren lässt?</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://groebchen.files.wordpress.com/2009/01/scheiss-internet.jpg?w=400&#038;h=300" alt="" width="400" height="300" /></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/66/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/66/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=66&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>

		<media:content url="http://groebchen.files.wordpress.com/2009/01/scheiss-internet.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/04/19/der-kulturpessimist-4/</link>
		<comments>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/04/19/der-kulturpessimist-4/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 08:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nadjafidi.wordpress.com/?p=62</guid>
		<description><![CDATA[&#60;!&#8211; @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } &#8211;&#62; Wie verändert sich eigentlich mein Lernen, wenn es nicht mehr in der sozialen Interaktion stattfindet, sondern in einer virtuellen Welt? Welches Resultat kann ich erwarten, wenn ich an der kaplan University via Podcast und WEB studiere und den Professor nur noch aus einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=62&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&lt;!&#8211; 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	&#8211;&gt;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie verändert sich eigentlich mein Lernen, wenn es nicht mehr in der sozialen Interaktion stattfindet, sondern in einer virtuellen Welt?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Welches Resultat kann ich erwarten, wenn ich an der kaplan University via Podcast und WEB studiere</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='500' height='312' src='http://www.youtube.com/embed/e50YBu14j3U?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">und den Professor nur noch aus einem YouTube Video kenne?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie wäre es, wenn ich zu diesem Thema nicht nur schwadronierte oder empirisch nicht belegbare Hypothesen äusserte, sondern die Erfahrung selbst gemacht hätte?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Nun, der Leser ahnt es bereits ich habe sie gemacht und verlasse somit die Position des dissoziierten Beobachters, um in die Rolle des assoziirten „Patiens“ zu schlüpfen und kurz einen Erlebnisbericht zu geben:</p>
<p style="margin-bottom:0;">Kontaktveranstaltungen fanden einmal im Jahr statt. Meine Kommilitonen kannte ich nicht einmal mehr vom Hören-Sagen und die Professoren nur durch ihre Unterschrift und ihr Foto im vierfarb-Hochglanz-Prospekt, mit dem für Studium geworben wurde. Nach vier Jahren harter Arbeit war ich Besitzer eines weiteren Hochschuldiploms und fühlte mich ungefähr so stolz und erhaben, wie der Empfänger einer Postwurfsendung auf der vermerkt steht: „Sie haben gewonnen &#8230;“.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Postwurfsendung wandert bei mir gleich in den Müll. Das Diplom habe ich noch – hat ja Geld gekostet. Das war es aber auch schon.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Den Bildungswert des Studiums würde ich – von allem anderen einmal abgesehen &#8211; bestenfalls als gering ansehen. Warum? Das real existierende Wissen war – in der Isolation</p>
<p style="margin-bottom:0;">erworben – ungefähr so „sexy“ wie ein toter Fisch im Schlafrock. Was mir gefehlt hat, war der Austausch mit Studenten, das Arbeiten in Gruppen, die „reale“ Begleitung einer Lehrperson, von dessen Wissen und Erfahrung ich in persönlichem Kontakt hätte profitieren können etc.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Was blieb von dem Aufwand, war ein schaler Nachgeschmack und eine schmerzlich empfundene Lücke in meinem Portemonnaie. Wie anders doch das – zugegeben – zweitklassige Präsenzstudium an einer deutschen Provinzuni. Da war Leben, da war Fleisch, da war Substanz. An den Professoren konnte ich mich im täglichen Umgang reiben, den Inhalt von Lehrveranstaltungen direkt im Anschluss mit Kollegen bei einem Kaffee besprechen und relevante Texte stofflich in den Händen halten. Kurz und gut, ein Bildungerlebnis. Nicht in Form enzyklopädisch abrufbaren Wissen, das mir eingetrichtert worden wäre, sondern als „soziale“ Erfahrung eines Menschen unter Menschen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie gut, dass ich diese Erfahrung <strong>auch</strong> machen durfte! Sollte sich das Hochschulstudium meiner Kinder auf eine virtuelle Universität beschränken, so gäbe ich keinen Rappen dafür.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Übrigens, wie seltsam entrückt die „Studenten“ im Werbe-Filmchen wirken, fast wie autistische Aliens, die unter der akustischen Glocke ihrer Ohrstöpsel so fragil wirken, dass sie vermutlich zerbröselten, kämen sie mit der realen Welt in Berührung. Da kommen mir Erinnerungen an das Thema meines Matura-Aufsatzes: „La phobie du contact &#8230;“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich würde im Gegenzug empfehlen, sich das Interview mit Neil Postman anzusehen:</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='500' height='312' src='http://www.youtube.com/embed/49rcVQ1vFAY?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p style="margin-bottom:0;">Er stellt drei nützliche Fragen, die sich alle stellen könnten, die gedankenlos auf den Medien-Zug aufzuspringen gedenken:</p>
<ol>
<li>Welches Problem wird durch die neue Technologie gelöst?</li>
<li>Wer hat Interesse daran, dieses Problem zu lösen?</li>
<li>Welche anderen Probleme entstehen durch die Lösung des ursprünglichen Problems?</li>
</ol>
<p style="margin-bottom:0;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/nadjafidi.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/nadjafidi.wordpress.com/62/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=62&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Der Kulturpessimist</title>
		<link>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/04/07/der-kulturpessimist-3/</link>
		<comments>http://nadjafidi.wordpress.com/2009/04/07/der-kulturpessimist-3/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 20:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nadjafidi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicholas Carr, US-Schriftsteller schrieb im Jahr 2008, wie durch das „Linkhopping“ sein Gehirn zu einer Art „neuronalem Flipper“ geworden sei und sich für ihn infolgedessen „das konzentrierte Lesen“ in einen anstrengenden Akt verwandelt habe (http://www.theatlantic.com/doc/200807/google). Carr steht mit seinen Erfahrungen nicht auf verlorenem Posten sondern scheint – ganz im Gegenteil – eine Menge Leidensgenossen zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=nadjafidi.wordpress.com&amp;blog=5087536&amp;post=57&amp;subd=nadjafidi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Nicholas Carr, US-Schriftsteller schrieb im Jahr 2008, wie durch das „Linkhopping“ sein Gehirn zu einer Art „neuronalem Flipper“ geworden sei und sich für ihn infolgedessen „das konzentrierte Lesen“ in einen anstrengenden Akt verwandelt habe (<a href="http://www.theatlantic.com/doc/200807/google">http://www.theatlantic.com/doc/200807/google</a>).</span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Carr steht mit seinen Erfahrungen nicht auf verlorenem Posten sondern scheint – ganz im Gegenteil – eine Menge Leidensgenossen zu haben, wie ein kurzer Blick auf die Postings zu dem Artikel beweisen. So schreibt ein Blogger:</span></span></p>
<p>„<span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">The deep reading that used to come naturally has become a struggle. „</span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">(<a href="http://blogs.law.harvard.edu/jkbaumga/2008/06/19/atlantic-monthly-is-google-making-us-stupid/">http://blogs.law.harvard.edu/jkbaumga/2008/06/19/atlantic-monthly-is-google-making-us-stupid/</a>)</span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Texthopping ersetzt aufmerksames Lesen, ja, letzteres wird durch horizontales „Powerbrausen“ ersetzt. Da wundert es mich nicht, wenn Kommentare auf meinen BLOG völlig beliebig ausfallen. Was genau ist eigentlich interessant an meinen BLOGS? Dass sie oben links beginnen und unten rechts enden? Ich frage mich, wie eine Prüfung bewertet würde, in der als Kommentar auf einen Text schlicht „interessant“ stünde … ich kann das ja mal in der „open-book“ Prüfung ausprobieren und dann als Bemerkung zu Erpenbeck, Graf und co. noch hinzufügen, dass es sich schliesslich nur um „Beobachtungen von Beobachtungen“ handle, die <span style="font-style:normal;"><strong>man</strong></span><span style="font-style:normal;"> auch ganz anders interpretieren könne (<em>und was ist mit den Frauen?</em>). </span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Um welche Beobachtungen handelt es sich genau? Und wer ist </span><em>„man“</em><span style="font-style:normal;">? Bist Du das oder ist der Weltgeist gemeint? Sollte es letzteren geben, wird er wohl anderes zu tun haben, als BLOGS im Internet zu lesen. Tjah, sind eben </span><span style="font-style:normal;"><strong>alles </strong></span><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">nur Geschichten. Wirklich </span></span><em><span style="font-weight:normal;">alles? </span></em><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">Alle Mails sind Geschichten? Und alle BLOGS? Und Telephonbücher und Heizkostenabrechnungen sowie? Ich glaube darüber hätten die örtlichen Stadtwerke eine andere Meinung …</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">Mit konstruktivistischen Theorien bin ich spätestens seit meinem PH-Studium nicht mehr unvertraut. Watzlawick war mir allerdings auch vorher schon ein Begriff. Die „Geschichte“ von den Geschichten („Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“) sollte vielleicht im Lichte der Brecht-Parabel vom Kloster Mi-Sang gelesen werden, welches ja bekanntlich mit all seinen Kongressteilnehmern in den Fluten versank, noch bevor diese eine Antwort auf die Frage finden konnten, ob der Gelbe Fluss wirklich sei oder nur in unseren Köpfen existiere …</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">Der Appell auch Perspektiven des Internets zur Kenntnis zu nehmen verdigitalisiert sich nicht ungelesen. Wie diese Perspektiven aussehen können, beschreibt uns z.B. George Gilder, seines Zeichens Techno-Utopist, der vor 20 Jahre fabulierte, dass zwischen 1994 und 2004 “das benachteiligte Ghetto-Kind in der hoffnungslosesten Situation“  Möglichkeiten zur Ausbildung haben werde, „die weit über die hinausgehen, was heute Schüler von Preparatory Schools in den Suburbs geniessen.“ Doch es kommt noch grandioser. Original-Ton Al Gore im Jahre 1993:</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">„Im nächsten Jahrzehnt wird ein Grundschüler von der Schule nach Hause kommen und sich, statt Nintendo zu spielen [</span></span><span style="font-size:x-small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">oder Warcraft, Anm. d. Verf.</span></span></span><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">], in die Library of Congress einloggen und das gesamte Universum der Information durchforschen.“</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">Wie sieht nun die Realität aus? </span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;"> „In den USA verlässt fast jeder dritte Jugendliche die Schule ohne Abschluss. 	Im landesweiten Schnitt erreichen lediglich 69,9 Prozent der Schüler das 	&#8222;High School Diploma&#8220;, mit dem der erfolgreiche Abschluss einer 	weiterführenden Schule bescheinigt wird. Das geht aus einer Studie des US-	Bildungsforschungsinstituts EPE Research Center hervor.“</span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">(<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1860666/Fast_jeder_dritte_US_Schueler_verfehlt_Abschluss.html">http://www.welt.de/vermischtes/article1860666/Fast_jeder_dritte_US_Schueler_verfehlt_Abschluss.html)</a></span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;"><span style="font-weight:normal;">Unter Afro-Amerikanern ist es sogar nur wenig mehr als die Hälfte. Schöne neue Internet-Welt! Offensichtlich besteht ein Unterschied zwischen Wissen und Informationen bzw. Daten. Letztere „hängen“ in der Luft und haben auf Grund der Hyper-Geschwindigkeiten des WWW keine Chancen sich zu „vernetzen“ und im Gehirn des powerbrausenden Konsumenten (von Lesern kann im Internet wohl kaum noch die Rede sein) Myelinisierungen zu bilden. </span></span></span></span></p>
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